„Wir brauchen dringend Ärztinnen und Ärzte, gerade auf dem Land“, so Landtagsabgeordneter Martin Stock. „Die Gesamtzahl der berufstätigen Ärztinnen und Ärzte ist in den letzten Jahren massiv zurückgegangen. Dieser Trend wird sich durch Renten- und Ruhestandseintritte in den nächsten Jahren noch weiter verschärfen. Gleichzeitig nehmen die Aufgaben beim Schutz der Bevölkerung vor Infektionsgefahren zu und zusätzlich zu besetzende Stellen im Rahmen der Umsetzung des bundesweiten Pakts für den ÖGD aus dem Jahr 2020 erhöhen aktuell den Personalbedarf weiter“.
Bei der Auswahl der geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten spielt die Abiturnote keine Rolle. Vielmehr hängt der Zuschlag für einen Studienplatz von der persönlichen Eignung ab, die in einem zweistufigen Verfahren sorgfältig überprüft wird. Nachgewiesen werden kann diese Eignung durch den Test für medizinische Studiengänge, eine bereits vorhandene Ausbildung in einem Gesundheitsberuf oder ehrenamtliches Engagement. So kann zum Beispiel eine Tätigkeit im Rettungsdienst oder bei Wohlfahrtsverbänden entscheidend sein, um sich im Auswahlverfahren durchzusetzen. Aktuell haben sich bereits etwa 750 junge Menschen für das Studium über die Quote und die künftige Tätigkeit als Landärztin oder Landarzt entschieden. Die ersten Hausärztinnen und -ärzte werden nach ihrem Studium und der fachärztlichen Weiterbildung voraussichtlich im Jahr 2031 ihre Arbeit aufnehmen und dadurch einen wesentlichen Beitrag zur Sicherstellung einer hochwertigen und wohnortnahen medizinischen Versorgung im Flächenstaat Bayern leisten. Die ersten Absolventinnen und Absolventen der ÖGD-Quote werden voraussichtlich im Jahr 2029 ihre Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst in Bayern aufnehmen.
Alle Infos rund um die Landarzt- und ÖGD-Quote für Medizinstudienplatzinteressierte gibt’s und zur Bewerbung gibt’s im Internet unter www.landarztquote.bayern.de.